"Wir sind das Volk" riefen die Demonstranten und forderten umfassende politische Reformen ein. Nach einem teilweise chaotischen Verfahren beschloss die Volkskammer am 23. August den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik für den 3. Oktober 1990. Der rasche Beitritt war außenpolitisch möglich geworden, da es der deutschen Diplomatie unter Bundesaußenminister Genscher gelungen war, das Einverständnis aller beteiligten Mächte zur deutschen Einheit zu erreichen. Den Schlussstein bildete die Bundeskanzler Kohl von Gorbatschow am 16. Juli 1990 gegebene Zusage der Sowjetunion, die Mitgliedschaft des vereinten Deutschland in der NATO zu akzeptieren. So konnte der Vertrag der vier Siegermächte des 2. Weltkriegs mit den beiden deutschen Staaten, der dem vereinten Deutschland die Souveränität gab und die Rechte der Siegermächte aufhob, am 12. Sept. 1990 in Moskau unterzeichnet werden. Über die Rolle des vereinigten Deutschland in der Welt ist in den ersten Jahren nach 1990 viel gestritten worden. Die anfängliche Diskussion scheint mittlerweile überholt: Die deutsche Außenpolitik steht in enger Abstimmung mit den Partnern der EU und der NATO.
    Vereinigungsdruck (1992)        
 
 
 
 
Die Bildträger sind Zeitungsausschnitte mit Artikeln über die deutsche Wiedervereinigung.
   
 

 

Die sexuelle Anspielung ist Absicht. Hier wird kopuliert – und offensichtlich nicht ganz freiwillig.